Überschwemmte Äcker bei Mändlfeld im Juni 2024

Lesedauer: 2 Minuten
Überschwemmte Äcker bei Mändlfeld nach dem Großregenereignis vom Juni 2024.

Im Bild der Blick auf einen überschwemmten Kartoffelacker bei Mändlfeld.

In den letzten Tagen wurde viel zum Hochwasser des vergangenen Wochenendes berichtet. Karlskron hat dabei bei weitem nicht solche Schäden an Gebäuden zu verzeichnen, wie unsere Nachbargemeinden entlang der Paar. Wer mit einem vollgelaufenen Keller zu kämpfen hatte, mag hierin trotzdem wenig Trost finden. Die Fluten wirken sich leider nicht nur auf unsere Siedlungsgebiete aus. Ackerflächen standen und stehen ebenfalls unter Wasser und den daraus folgenden Ernteausfall werden die Landwirte zu spüren bekommen.


Das Donaumoos ist ein besonders sensibler Bereich mit spezifischen landwirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen. Um die großflächigen Auswirkungen von Starkregenereignissen zu mildern und dabei sowohl Siedlungsgebiete zu schützen als auch die Bedürfnisse von Landwirten zu berücksichtigen, können langfristig folgende Naturschutzmaßnahmen ergriffen werden:

Wiedervernässung und Pflege von Feuchtgebieten

Das Donaumoos ist von Natur aus ein Moorgebiet. Die Wiedervernässung von degradierten Moorflächen kann die Wasserspeicherung verbessern und Hochwasserspitzen abmildern. Dies schützt Siedlungen vor Überflutungen und stellt gleichzeitig den natürlichen Wasserhaushalt wieder her, was langfristig die landwirtschaftliche Nutzung verbessert. Moorflächen können auch als CO₂-Senken fungieren, was zusätzliche ökologische Vorteile bietet.

Einrichtung von naturnahen Hochwasserrückhalteflächen

In der Nähe des Donaumooses können spezielle Hochwasserrückhalteflächen geschaffen werden, die das Wasser bei Starkregenereignissen aufnehmen und langsam wieder abgeben. Diese Flächen sollten so gestaltet sein, dass sie auch landwirtschaftlich genutzt werden können, beispielsweise als Weideland, wenn sie nicht überschwemmt sind. Dies bietet den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle und schützt gleichzeitig die Siedlungsgebiete vor Hochwasser.

Förderung von bodenschonenden Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden

Im Donaumoos können bodenschonende Anbaumethoden wie Direktsaat, Fruchtfolge und der Anbau von Zwischenfrüchten die Bodenstruktur und -gesundheit verbessern. Diese Maßnahmen erhöhen die Wasserspeicherkapazität des Bodens und reduzieren den Oberflächenabfluss. Zusätzlich kann die Einführung von Agroforstwirtschaft, bei der Baum- und Strauchreihen in die landwirtschaftlichen Flächen integriert werden, die Bodenstabilität erhöhen und die Wasseraufnahme verbessern. Dies schützt die Felder vor Erosion und erhöht langfristig die Ertragsstabilität.

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